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Institut für Diagnostische Radiologie
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…“ – manchmal stimmt das im Leben und manchmal auch in der Medizin. Besonders, wenn die Bilder eine eindrucksvolle Qualität haben und sich der Befund in das Krankheitsbild eines Patienten einfügt. Manchmal überrascht ein Befund aber auch, und die richtige Interpretation ist unter Betrachtung des klinischen Zusammenhanges nicht trivial.
In jedem Falle haben die Bilder, die in der Diagnostischen Radiologie angefertigt werden, etwas objektivierendes, sie können jederzeit aufgerufen und mit allen an der Krankenbehandlung Beteiligten besprochen werden – das allein verleiht ihnen schon Attraktivität.
Wohl kaum ein Gebiet der Medizin hat seine spezielle Qualität durch die digitale Revolution so offensichtlich gesteigert, wie die Diagnostische Radiologie. Kein Bereich der Medizin kommt ohne den Fortschritt moderner bildgebender Verfahren aus. Dass wir im Sinne der Patienten die am Institut vorhandenen Möglichkeiten schonend einsetzen und die angefertigten Bilder so beurteilen, dass zeitgerecht hilfreiche Information für Therapie-Entscheidungen zur Verfügung steht, ist der Kernpunkt unserer radiologischen Motivation.
Leistungsspektrum
An zwei Bucky-Tischen mit Rasterwand-Stativ wird am Christlichen Klinikum Soest konventionell geröntgt und mit einem Detektorsystem digital ausgelesen.
Das konventionelle Röntgen ist für die umfangreiche Knochen- und Gelenk-Diagnostik überwiegend der Chirurgischen Ambulanz im Hause ausschlaggebend und dient außerdem auch der Anfertigung von sämtlichen Röntgen-Übersichtsaufnahmen des Thorax und des Abdomens für alle Abteilungen im Hause.
Das Christliche Klinikum Soest verfügt über ein Mammographiegerät mit einer digital-stereotaktischen Einheit.
Mit dieser speziellen Einheit werden überwiegend Drahtmarkierungen zur Lokalisation suspekter Brustbefunde und Vacuum-Stanzbiopsien zur Gewinnung von Gewebsproben durchgeführt. Außerdem wird mit dem Gerät die Mammadiagnostik stationärer Patienten und ambulanter Privatpatienten aus der Brustsprechstunde des Chefarztes der Gynäkologie und auf Zuweisung Niedergelassener Gynäkolog(inn)en angefertigt. Alle Patientinnen werden zugleich mit der Mammographie auch klinisch und sonographisch untersucht. Bei bestimmten Indikationen wird auch die Kernspin-Mammographie als ergänzendes Verfahren eingesetzt.
Besonderer Wert wird bei der Mammographie vor der Menopause auf eine Zyklus-optimierte Darstellung in der Zeit zwischen dem 1. und 7. Tag nach Beginn der Menstruationsblutung gelegt. Die mammographierenden MTRA’s nehmen reglemäßig an internen und externen Fortbildungen teil, die Befundung der Mammographien erfolgt immer als Doppelbefundung durch zwei Fachärzte.
Im Bereiche der Durchleuchtung werden an einem multifunktionalen Arbeitsplatz mit C-Bogen Speiseröhrendarstellungen, Magen-Darm-Passagen, Dünndarm-Sellink-Untersuchungen, Kontrasteinläufe zur Darstellung des Dickdarmes, Phlebographien der Arm- und Beingefäße, sofern nicht die Duplex-Sonographie ausreichenden Aufschluß gibt, präoperative Varizen-Phlebographien, Fisteldarstellungen, Miktions-Cysto-Urographien (MCU) und seitens der Gastroenterologen im Hause Gallenwegsdarstellungen (ERCP’s) und -Interventionen angefertigt bzw. durchgeführt.
Bei notwendigen Untersuchungen von Kindern und Kleinkindern (z.B. MCU, Ausschluss Ösophagus-Erkrankung) wird die Strahlenhygiene sehr intensiv gewürdigt und zur Strahlenreduktion eine besondere Filterung eingesetzt und zusätzlich die Bilddokumentation vom DL-Bild gespeichert, ohne dass separate Aufnahmen angefertigt werden müssen. Arterielle Gefäßdarstellungen und -Interventionen werden seit Etablierung des Links-Herz-Katheter-Messplatzes (LHKM) durch die Gefäßchirurgen an der Herzkatheter-Anlage und im OP durchgeführt.
Der 16-Zeilen-Computertomograph der Firma General Electric (Bright Speed) ist mit der jeweils neuesten verfügbaren Software maximal ausgestattet und verfügt über eine leistungsstarke Advanced Workstation (AW 4.4), die eine Berechnung der in wenigen Sekunden akquirierten Submillimeter-Datensätze in allen heute verfügbaren Modalitäten der zwei- und dreidimensionalen Darstellung erlaubt.
In der Computertomographie sind wir bestrebt, mit möglichst geringer Dosis maximalen diagnostischen Gewinn zu erzielen. Deshalb sind Protokolle eigens für die Untersuchung von Kindern nach Altersklassen abgestuft eingerichtet worden, die dem höheren Strahlenrisiko des Kindes Rechnung tragen, und die Indikation zum CT wird bei Kindern und jüngeren Erwachsenen besonders streng gehandhabt im Hinblick auf mögliche diagnostische Alternativen, die auf ionisierende Strahlung verzichten können (Sonographie, Kernspintomographie). In der Traumatologie sind jedoch manche Fragestellungen insbesondere beim Schwerverletzten nur in der Computertomographie mit ausreichender Präzision und Geschwindigkeit zu beantworten.
Besondere Untersuchungsverfahren eröffnet das 16-Zeilen CT aber auch im Zusammenhang der Wirbelsäulen-Diagnostik. Die multiplanaren und dreidimensionalen Darstellungen feinster knöcherner Strukturen ist nach Schichtdicke und Beurteilung der Knochenrinde (Cortikalis) der Darstellung in der Kernspintomographie überlegen.
Auch die Darstellung diverser anderer Fragestellungen z.B. im Bereich von Gelenken, die Darstellung von Lungenembolien, von Gefäß-Stenosen und -Aneurysmen, sowie die gesamte onkologische Diagnostik des Körperstammes sind mit hoher Geschwindigkeit und damit hohem Patientenkomfort möglich und eröffnen Einblicke, die Fachleute und Laien gleichermaßen beeindrucken.
Die Kernspintomographie hat die diagnostische Radiologie revolutioniert, und das in dreierlei Hinsicht, fast möchte man sagen: in drei Ebenen des Raumes.
Zum einen ist diese Diagnostik frei von ionisierenden Strahlen. Die Bildgebung basiert auf der Messung von Resonanzphänomenen, die der menschliche Körper in einem Magnetfeld unter Einwirkung von Radiowellen ausbildet. Weder das bei unserer Diagnostik verwendete Magnetfeld, noch die Radiowellen sind mit einem biologischen Risiko behaftet. Obwohl auch bei Schwangeren und in der pränatalen Diagnostik die Kernspintomographie eingesetzt werden kann, ist hier die Indikation streng zu stellen, um auch bisher nicht bekannten, aber theoretisch nicht auszuschließenden Risiken vorzubeugen.
Zweitens ist die Kernspintomographie zu einer so feinen und kontrastreichen Darstellung von Strukturen insbesondere des Gehirns und des Rückenmarkes in der Lage, wie sie eigentlich seit jeher nur in den Abbildungen anatomischer Präparate in den Lehratlanten der Anatomie sichtbar waren. Auch in der Wirbelsäulen- und Gelenkdiagnostik sind die Darstellungen hervorragend.
Drittens erlaubt die Kernspintomographie eine beliebige Ausrichtung der Schichtebenen im Raum, sodass multiplanare und dreidimensionale Darstellungen möglich werden, die einen besonderen Stellenwert bei der Darstellung von Hohlsystemen wie z.B. der Schlagadern oder der Gallenwege haben. Viele diagnostische Prozeduren mit invasivem Charakter können mittlerweile durch diese nicht-invasiven Kernspintomographien abgelöst werden, während die invasiven Methoden inzwischen den Fällen vorbehalten bleiben können, bei denen tatsächlich ein Eingriff durchzuführen ist.
Wir führen an unserem Kernspintomographen ein außerordentlich breites Spektrum an Untersuchungen durch: orthopädisch- unfallchirurgische Fragestellungen auch im Rahmen von Berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren, onkologische, neuroradiologische und pädiatrische Untersuchungen bis hin zu besonderen Fragestellungen bei Neugeborenen und Säuglingen. Als weitere Spezialuntersuchung ist die MR-Mammographie, die im Rahmen des Brustzentrums bei gesichertem Mamma-Ca präoperativ durchgeführt wird, ergänzt worden durch MR-gesteuerte Drahtmarkierungen und Stanzbiopsien, die zur Abklärung unklarer MR-morphologischer Befunde bei uns eingesetzt werden kann. Kontrastmittel-unterstützte Gefäßstudien aller Körperregionen, zeitlich aufgelöste sogenannte 4D-Angiographien und gastroenterologische Untersuchungen, wie die Leberdarstellungen mit speziellen Kontrastmitteln, MRCP’s, MR-Defäkographien und MR-Sellink-Untersuchungen zur Darstellung des Dünndarmes sind bei uns etabliert. Auch Ganzkörperuntersuchungen sind bei entsprechender Indikation möglich.
Bedenkt man, daß der größte Teil dieser Untersuchungen der Forschungsentwicklung und Rechnertechnologie der vergangenen 10 bis maximal 20 Jahre zu verdanken sind, erscheint die eingangs getroffene Feststellung einer Revolution in der diagnostischen Radiologie keinesfalls übertrieben. Wir sind sehr dankbar, am Christlichen Klinikum Soest einen hochmodernen und hochleistungsfähigen Kernspintomographen betreiben zu können mit erheblichem diagnostischen Nutzen für alle Abteilungen des Hauses sowie auch für diverse externe Zuweiser, die seit Jahren mit speziellen Fragestellungen gerne in unsere Abteilung kommen.
Für sonographische Untersuchungen steht der Röntgenabteilung ein Duplex-fähiges Gerät zur Verfügung, das mit drei Schallköpfen bis 10.0 MHZ ausgestattet ist. Regelmäßiger Einsatz ist die Mamma- und die Schilddrüsendiagnostik, aber auch bei abdominellen Befunden, Pleuraergüssen, Weichteil- und Gelenkbefunden kommt die Sonographie gelegentlich zum Einsatz. Insgesamt ist die Sonographie als eine nicht an die Röntgenabteilung gebundene Methode im ganzen Hause mit hohem Spezialisierungsgrad weit verbreitet und wird insbesondere in der Kardiologie, Angiologie, Visceralchirurgie und Traumatologie, Gynäkologie und Pädiatrie mit ausgezeichneten Geräten und fachlicher Expertise vorgehalten.
Kontaktinformationen
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Christliches Klinikum Soest | WEST
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